Ubuntu 8.04 “Hardy Heron”
Da mir in den letzten Tagen etwas langweilig war, habe ich mich mal kurzer Hand dazu entschlossen, Ubuntu 8.04 mal zu testen und meine Meinung hier abzugeben. Ich bin nach-wie-vor der Meinung, Ubuntu ist das beste Linux, dass man einem Anfänger antun kann. Es ist einfach einfach und so ziemlich alles funktioniert einfach. Wenn ich ein Video auf YouTube mit dem Flashplayer anschauen möchte, dann bekomme ich unter meinem dennoch heiß-geliebten Debian erstmal einige Probleme. Aber unter Ubuntu funktioniert es nach einer kleinen Installation eines Paketes sofort. Dieses Paket habe ich auf Debian vergeblich gesucht, bis ich den Flashplayer dann manuell installiert habe, was aber auch nicht zwingend zum Erfolg führte.
Schade finde ich allerdings, dass Ubuntu in der neuen Version sehr wenige auffällige Änderungen vollzogen hat. Ich hätte mir gerne einen neuen Style gewünscht, oder noch andere Dinge, die einem bei einer neuen Installation sofort auffallen. War leider nicht der Fall. Und ich muss auch ganz ehrlich zugeben, dass ich den Unterschied zwischen Ubuntu 7.10 (“Gutsy Gibbon”) und 8.04 nicht erkannt hätte. Schade.
Wenn also jemand von euch da draußen darüber nachdenkt, sich vielleicht mal Ubuntu zu besorgen, dann kann ich es euch nur bedingt empfehlen. Wenn ihr bereits viel Erfahrung mit Linux gesammelt habt, ist Ubuntu nicht so wirklich das Richtige. Mir fehlt irgendwie einer der wichtigsten Gründe, warum ich Linux überhaupt benutze: Nämlich der Spaß daran, es selber zu machen. Man hat unter Linux so viele Wahlmöglichkeiten, man kann sein System so gestalten, wie man es gerne hätte. Unter Ubuntu funktioniert es alles schon. Es ist fertig und man muss es nurnoch benutzen. Das ist nicht mein Ziel – nicht das, was mir Spaß macht. Wenn man aber ein Linux-Einsteiger ist und gerne in die Materie reinschnüffeln will, dann kann ich Ubuntu sehr empfehlen. Es vermeidet das, was ich suche.