Archiv vom May, 2008

Auf Probe: Fedora 9

Vor lauter Langeweile habe ich mich nun mal dazu entschlossen Fedora 9 zu testen. Fedora 9 ist mittlerweile schon ein paar Wochen lang draußen und gehört zu den ersten Distributionen, die von Haus aus SELinux unterstĂŒtzen. Um mir diese Technik mal auf komfortable Art anzuschauen, habe ich mir Fedora ausgesucht. Fedora wird entweder als DVD oder als ein 6-CD Pack ausgeliefert. Leider muss man wirklich alle CDs runterladen, ich habe zumindest keine Netzwerkinstallation gefunden. DVD kam leider auf Grund mangelnder Hardware nicht in Frage. Die gesamte Installation ist im einem gut aussehenden, modernen Style und bedarf nur wenigen Klicks zum fertigen System. Der erste Schritt, das Kopieren der Daten auf die Festplatte, hat bei mir leider recht lange gedauert, allerdings hielt sich auch das noch in Maßen. Nach der Installation folgt zunĂ€chst die Einrichtung. Nach den allgemein ĂŒblichen Lizenzhinweisen, der Erstellung eines neuen Benutzers und das Setzen der Zeit kam ich dann auch endlich zum neuen Desktop.
Erste EindrĂŒcke sind soweit positiv: Gutes Design, einfache Tools zur Administration des Systems. Sogar der Firefox prĂ€sentierte sich in der Version 3 Beta 5. Beim zweiten Blick allerdings fĂ€llt eine nur teilweise Übersetzung auf. Hier Englisch - Da Deutsch. Das wundert mich sehr, denn sowas sollte doch beim Bug-Testing eigentlich auffallen? Nungut, ich denke sowas behebt sich mit der Zeit.

FĂŒr heute erstmal genug Fedora, die nĂ€chsten Tage gehts weiter. ;-)

Python: mod_cband Scoreboard lesen

So, jetzt habe ich es endlich geschafft. *g* Ich wollte mit Python ein Scoreboard des Apache-Moduls mod_cband auslesen. Nach etlicher Sucherei und intensiver Einarbeitung in die mod_cband Source habe ich hier folgende Lösung zu prÀsentieren:

  1. #!/usr/bin/python
  2.  
  3. import struct
  4.  
  5. f = file("my_scoreboard_file", "rb")
  6. st = struct.unpack("4QLli", f.read())
  7. f.close()
  8.  
  9. scoreboard = {
  10.   "total_bytes": st[0],
  11.   "class_bytes": ( st[1], st[2], st[3] ),
  12.   "start_time": st[4],
  13.   "score_flush_count": st[5],
  14.   "was_request": st[6]
  15. }
  16.  
  17. print scoreboard

Ich hoffe jemanden damit geholfen zu haben. :-)

Ubuntu 8.04 “Hardy Heron”

Da mir in den letzten Tagen etwas langweilig war, habe ich mich mal kurzer Hand dazu entschlossen, Ubuntu 8.04 mal zu testen und meine Meinung hier abzugeben. Ich bin nach-wie-vor der Meinung, Ubuntu ist das beste Linux, dass man einem AnfĂ€nger antun kann. Es ist einfach einfach und so ziemlich alles funktioniert einfach. Wenn ich ein Video auf YouTube mit dem Flashplayer anschauen möchte, dann bekomme ich unter meinem dennoch heiß-geliebten Debian erstmal einige Probleme. Aber unter Ubuntu funktioniert es nach einer kleinen Installation eines Paketes sofort. Dieses Paket habe ich auf Debian vergeblich gesucht, bis ich den Flashplayer dann manuell installiert habe, was aber auch nicht zwingend zum Erfolg fĂŒhrte.

Schade finde ich allerdings, dass Ubuntu in der neuen Version sehr wenige auffĂ€llige Änderungen vollzogen hat. Ich hĂ€tte mir gerne einen neuen Style gewĂŒnscht, oder noch andere Dinge, die einem bei einer neuen Installation sofort auffallen. War leider nicht der Fall. Und ich muss auch ganz ehrlich zugeben, dass ich den Unterschied zwischen Ubuntu 7.10 (“Gutsy Gibbon”) und 8.04 nicht erkannt hĂ€tte. Schade.

Wenn also jemand von euch da draußen darĂŒber nachdenkt, sich vielleicht mal Ubuntu zu besorgen, dann kann ich es euch nur bedingt empfehlen. Wenn ihr bereits viel Erfahrung mit Linux gesammelt habt, ist Ubuntu nicht so wirklich das Richtige. Mir fehlt irgendwie einer der wichtigsten GrĂŒnde, warum ich Linux ĂŒberhaupt benutze: NĂ€mlich der Spaß daran, es selber zu machen. Man hat unter Linux so viele Wahlmöglichkeiten,  man kann sein System so gestalten, wie man es gerne hĂ€tte. Unter Ubuntu funktioniert es alles schon. Es ist fertig und man muss es nurnoch benutzen. Das ist nicht mein Ziel - nicht das, was mir Spaß macht. Wenn man aber ein Linux-Einsteiger ist und gerne in die Materie reinschnĂŒffeln will, dann kann ich Ubuntu sehr empfehlen. Es vermeidet das, was ich suche. ;-)